Speerwerfer Thomas Röhler © dpa

Speerwerfen

Favorit Röhler geht im Speerwurf-Finale leer aus

Die deutschen Speerwerfer haben eine EM zum Vergessen erlebt. Der angeschlagene Gold-Favorit Thomas Röhler ging im Finale am Donnerstag (07.07.16) als Fünfter leer aus. Seine Teamkollegen waren bereits in der Qualifikation gescheitert.

Der Weltjahresbeste Thomas Röhler, von einer Rippenverletzung behindert, tat sich auch mit den Bedingungen im Amsterdamer Olympiastadion schwer. Nach den Vorkämpfen auf dem Museumsplatz (Vierter mit 83,98 m) landete sein Speer beim ersten Finalwurf bei 79,33 m. Der 24-Jährige verbesserte sich mit dem zweiten Wurf zwar auf 80,78 m, der Athlet vom LC Jena war - wenig überraschend - mit der nur fünftbesten Weite aber sichtlich unzufrieden. Mit den 91,28 m, die Röhler am 29. Juni im finnischen Turku geworfen hatte, belegt er Rang elf der ewigen Bestenliste. Mit den 80,78 ging es für Röhler in den Endkampf.

Überraschungssieger aus Lettland

Der Tscheche Vitezslav Vesely (83,59), der Titelverteidiger Antti Russkanen (Finnland/82,44), Zigismunds Sirmais (Lettland/81,86) und Risto Matas (Estland/81,00) lagen allerdings vor Röhler. Und der 1,95-Meter-Mann aus Thüringen tat sich mit den Bedingungen weiter ungeheuer schwer. Nach einem ungültigen Dritten, blieb er auch mit den Würfen vier, fünf und sechs unter der 80-Meter-Marke. Dabei war auch im Stadion viel mehr möglich, was Sirmais mit 86,66 m in seinem fünften Versuch bewies. Die persönliche Bestleistung brachte dem Letten die Goldmedaille vor Vesely und Ruuskanen, die sich beide nicht mehr steigern konnte. Röhler wurde hinter Matas nur Fünfter.

Vetter und Hamann von Bestleistungen weit entfernt

Johannes Vetter © imago/Beautiful Sports

Johannes Vetter hatte fest mit einer Finalteilnahme in Amsterdam gerechnet.

Johannes Vetter (LG Offenburg) udn Lars Hamann (Dresdner SC 1898) hatten völlig überraschend den Einzug ins EM-Finale verpasst. Der 23-jährige Vetter verfehlte in der ersten Quali-Gruppe mit seinem besten Wurf auf 79,98 m ebenso deutlich die geforderte Quali-Weite wie später in Gruppe B der 27 Jahre alte Hamann mit 78,07 m. Für die beiden standen am Ende die enttäuschenden Plätze 16 und 20 zu Buche. Im bisherigen Saisonverlauf hatten sie persönliche Bestleistungen - Vetter 88,23 m, Hamann 85,67 m - geworfen. Die Teilnahme am EM-Finale war als Zwischenstation auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro fest eingeplant gewesen.

Dieses Thema im Programm:

Sportschau live, 09.07.2016, 20.15 Uhr

Stand: 07.07.16 20:52 Uhr

Medaillenspiegel

Aktueller Medaillenspiegel
Platz Land G S B
1. Flagge Polen POL 6 5 1
2. Flagge Deutschland GER 5 4 7
3. Flagge Großbritannien GBR 5 3 8
4. Flagge Türkei TUR 4 5 3
5. Flagge Niederlande NED 4 1 2
6. Flagge Spanien ESP 3 4 1
7. Flagge Portugal POR 3 1 2
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