Die deutschen Diskuswerferinnen Julia Fischer (l.) und Shanice Craft © dpa - Bildfunk Fotograf: Michael Kappeler

Diskuswerfen

Diskus: Fischer und Craft strahlen doppelt

Doppelte Freude im deutschen Diskus-Lager: Julia Fischer sicherte sich in Amsterdam Silber und feierte damit den größten Erfolg ihrer Karriere. Shanice Craft holte erneut Bronze. Die deutsche Meisterin Nadine Müller wurde beim Sieg der favorisierten Kroatin Sandra Perkovic Vierte.

Julia Fischer schlug strahlend die Hände vor ihr Gesicht. Drei Versuche lang konnte die Berlinerin von EM-Gold träumen, doch am Ende jubelte sie auch über Silber. Die 26-Jährige warf 65,77 m und musste sich nur der erneut überragenden Sandra Perkovic (69,97) geschlagen geben. Bronze ging wie schon 2014 an Shanice Craft (63,89). "Ich freue mich total. Das ist meine erste Medaille bei den Aktiven. Ich habe alles gegeben, um sie zu gewinnen. Es ist ein Wahnsinnsgefühl", jubelte Fischer. "Es ist großartig, mit Julia auf dem Podest zu stehen, weil wir enge Freunde sind", meinte Craft: "Ich bin richtig froh, dass es im starken Feld zu einer Medaille gereicht hat."

Die deutschen Diskuswerferinnen Julia Fischer (l.) und Shanice Craft (r.) mit Sandra Perkovic © dpa - Bildfunk Fotograf: Michael Kappeler

5:36 min | 08.07.2016 | Das Erste

Zwei Medaillen für deutsche Diskus-Frauen

Jubel bei den deutschen Diskuswerferinnen: Julia Fischer und Shanice Craft müssen sich nur Topfavoritin Sandra Perkovic aus Kroatien geschlagen geben.

Perkovic siegt zum vierten Mal in Folge

Perkovic benötigte drei Würfe, dann hatte sie ihren Rhythmus gefunden - ihren 66,03 aus dem vierten Durchgang ließ sie noch die beeindruckende Siegesweite folgen. Für die Kroatin war es der vierte EM-Titel in Serie - das schaffte vor ihr noch keine Werferin. Mit Silber tankte Fischer indes kurz vor den Olympischen Spielen auch noch einmal ordentlich Selbstvertrauen für das Saisonhighlight: "Ich fahre jetzt mit ganz viel Glücksgefühl nach Rio."

Deutsche Meisterin geht leer aus

Die deutsche Meisterin Nadine Müller ging diesmal leer aus: "Das war heute nicht das, was ich hätte zeigen können. Es hat mit der Technik nicht so hingehauen", sagte die WM-Dritte von Peking, die Platz vier jedoch mit Fassung trug: "Das ist nicht der Höhepunkt der Saison. Ich bin erfahren genug, um diesen Ausrutscher nach unten wegzustecken und hake das jetzt so schnell wie möglich ab." Ihren Mitstreiterinnen gratulierte sie dennoch von Herzen: "Ich ziehe den Hut vor den beiden anderen Mädels, vor allem vor Julia. Es ist ihre erste internationale Medaille, das soll sie genießen." In Rio soll es für die Olympia-Vierte von London besser laufen: "Das ist die Medaille, die mir noch fehlt. Ich werde alles dafür tun, dass das am Ende rauskommt."

Dieses Thema im Programm:

Sportschau live, 09.07.2016, 20.15 Uhr

Stand: 08.07.16 22:05 Uhr