Diskuswerfen: Der Klassiker
Kraft, Koordination und Schnelligkeit im Ring: unabdingbare Voraussetzungen für einen guten Diskuswerfer. Würfe außerhalb des Sektors sind ungültig. mehr

Im Regen von Helsinki ist Robert Harting seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat erwartungsgemäß Gold im Diskuswerfen gewonnen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und durchwachsenen 63,02 und 65,80 Metern schleuderte der Berliner den Diskus im vierten Versuch auf starke 68,30 Meter. Anschließend riss der zweimalige Weltmeister die Arme bereits siegesgewiss in die Höhe. Ihm und den meisten Zuschauern in der Arena war klar, dass das zu viel für die Konkurrenz sein würde. Silber sicherte sich der Este Gerd Kanter mit 66,53 m. Bronze ging an Zoltan Kovago (66,42). Titelverteidiger Piotr Malachowski aus Polen war nicht am Start. "Es hat riesigen Spaß gemacht, die Zuschauer haben mich im Regen richtig toll unterstützt", meinte Harting.
Es ist der erste EM-Titel für den Berliner. 2010 in Barcelona war der 70-Meter-Werfer Vize-Europameister geworden. Als letzter Deutscher hatte Lars Riedel 1998 in Budapest EM-Gold gewonnen. Harting holte damit das vierte deutsche Gold bei den kontinentalen Titelkämpfen in Helsinki. Zuvor hatten bereits Zehnkämpfer Pascal Behrenbruch sowie im Kugelstoßen Weltmeister David Storl (Chemnitz) und Nadine Kleinert (Magdeburg) den Titel gewonnen. "Jetzt fehlt mir nur noch der Olympiasieg", blickte Harting bereits voraus - zum Saisonhöhepunkt in London (27. Juli bis 12. August).
Der zweite Deutsche im Finale, Markus Münch, fand überhaupt nicht in den Wettbewerb. Der gebürtige Hamburger von der LG Wedel-Pinneberg kam mit seinem weitesten Versuch auf 61,25 m und wurde nur Neunter. Nicht ins Finale geschafft hatte es dagegen Martin Wierig. Der 25-Jährige vom SC Magdeburg warf in der Qualifikation nur 61,34 m, blieb damit deutlich unter seinen Möglichkeiten.
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