Gesa Felicitas Krause nach ihrem Sieg über die 3000 m Hürden bei den Europameisterschaften in Amsterdam © picture alliance / dpa Fotograf: Michael Kappeler

3.000 m Hindernis

Gold! Krause mit Demonstration der Stärke

Über 3.000 m Hindernis ist Gesa Felicitas Krause souverän zum Titel gelaufen. Der Frankfurterin gelang bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Amsterdam eine persönliche Bestleistung, mit der sie den deutschen Rekord nur knapp verpasste. Maya Rehberg wurde im Finale disqualifiziert.

Gesa Felicitas Krause ist im Amsterdamer Olympiastadion souverän zum EM-Titel gelaufen. Die Frankfurterin brillierte über die 3.000 m Hindernis und verbesserte ihre persönliche Bestleistung um vier Zehntel auf 9:18,85 Minuten. Damit blieb die WM-Dritte von 2015 lediglich 31 Hundertstelsekunden über dem deutschen Rekord. Genau in den Korridor zwischen Rekord und persönlicher Bestleistung zu laufen, sei "schon eine Kunst" gewesen, sagte die 23-Jährige am ZDF-Mikrofon: "Ich habe alles aus mir herausgeholt. Mit der Zeit kann ich zufrieden sein. Der deutsche Rekord bleibt ein Wunsch und ein Ziel von mir." Silber ging an Luiza Gega, die in 9:28,52 Minuten albanischen Rekord lief. Bronze holte die Türkin Özlem Kaya (9:35,05). Die Titelverteidigerin Antje Möldner-Schmidt (LC Cottbus), die auch den deutschen Rekord hält, war nicht am Start.

Die 3000-Meter-Hürdenläuferin Gesa Felicitas Krause ©  imago/Bildbyran

05:30 min | Das Erste

Gold für Krause - Olympia kann kommen!

Souveräner Auftritt von Gesa Felicitas Krause: Über 3.000 Meter Hindernis gewinnt die DLV-Athletin Gold - in europäischer Jahresbestleistung. Maya Rehberg wurde disqualifiziert.

Klare technische Vorteile

Krause bestimmte von Beginn an das Rennen, in dem es insgesamt 28 Hindernisse und sieben Mal den Wassergraben zu überwinden galt. Ihre Konkurrentinnen, zu denen anfangs auch noch die Türkin Meryem Akda und die Spanierin Diana Martin gehörten, ließ sie nicht aus den Augen. "Ich habe eigentlich mit mehr Druck gerechnet", sagte Krause, die so das Rennen von vorne weg lief. Dabei wurden bereits technische Vorteile der 23-Jährigen deutlich. "Ich arbeite viel an meiner Hürdentechnik", erklärte sie, fügte aber hinzu: "In der Vorbereitung bin ich über keinen Wassergraben gesprungen, weil das die Bänder und Sehnen sehr beansprucht." Lediglich Video-Studium habe sie betrieben - und das zahlte sich offenbar aus. Nach fünf Minuten zog die Deutsche das Tempo an, dem nur noch Gega folgen konnte. In der vorletzten Runde musste aber auch die Albanerin am Wassergraben abreißen lassen. Danach beschleunigte Krause noch einmal und siegte am Ende in eindrucksvoller Manier.

Rehberg wird disqualifiziert

Für Maya Rehberg war bereits die Final-Teilnahme bei ihrer EM-Premiere ein Erfolg. Die Athletin von der SG TSV Kronshagen/Kieler TB, die sich im Halbfinale mit 9:47,32 Minuten (Bestleistung 9:39,18) als Gesamt-14. qualifiziert hatte, kam als 13. ins Ziel (9:52,04). Nachträglich wurde die 24-Jährige allerdings disqualifiziert.

Olympia ohne Sussmann

Jana Sussmann wird die EM hingegen nicht in guter Erinnerung behalten. Die Hamburgerin war in Amsterdam in 9:49,04 Minuten klar unter ihren Möglichkeiten (Saisonbestleistung 9:43,56) geblieben und im Halbfinale ausgeschieden. So weit nicht weiter schlimm, freute sich die 25-Jährige doch schon über das EM-Erlebnis an sich. Doch im belgischen Kortrijk zeigte am Samstag Sanaa Koubaa eine glänzende Vorstellung. Die Leverkusenerin lief in 9:38,11 Minuten Olympia-Norm und zog in der deutschen Bestenliste auf den zweiten Platz. Sussmann ist somit nur noch Vierte - und wird aller Voraussicht nach nicht für die Olympischen Spiele in Rio nominiert.

Dieses Thema im Programm:

Sportschau live, 09.07.2016, 20.15 Uhr

Stand: 10.07.16 17:54 Uhr