Die deutsche 4x100-Meter-Staffel mit Lisa Mayer, Rebekka Haase, Gina Lückenkemper und Tatjana Pinto (v.l.) © dpa Fotograf: Michael Kappeler

4x100 m

Deutsche 4x100-m-Staffeln sprinten zu Bronze

Die Frauen legten vor, die Männer zogen nur 20 Minuten später nach: Über 4x100 m holten die deutschen Sprintstaffeln am Schlusstag der Leichtathletik-Europameisterschaften in Amsterdam Bronze. Gold ging an die Niederländerinnen und die Briten.

Vier Jahre nach der EM-Goldmedaille in Helsinki hat es die deutsche 4x100-m-Staffel der Frauen wieder aufs Podest geschafft: Wie schon im EM-Vorlauf lief das DLV-Quartett im Olympiastadion in der Besetzung Tatjana Pinto (LC Paderborn), Lisa Mayer (LG Langgöns/Oberkleen), Gina Lückenkemper (LG Olympia Dortmund) und Rebekka Haase (LV 90 Erzgebirge). Nach schnellem Start und zwei flüssigen Wechseln klappte nur die Staffelstab-Übergabe von Lückenkemper auf Haase nicht ganz optimal. Gegen die starken Niederländerinnen um Sprintstar Dafne Schippers, die in Landesrekord (42,04 Sek.) zu Gold sprinteten, und Großbritannien (42,45 Sek.) reichte es so nur zu Bronze in 42,48 Sekunden. Platz zwei wäre bei optimalem Rennverlauf möglich gewesen - der Vorsprung der Britinnen betrug am Ende nur drei Hundertstelsekunden.

Die deutsche 4x100-Meter-Staffel mit Lisa Mayer (l.) und Tatjana Pinto © imago/Beautiful Sports

03:32 min | Das Erste

4x100 Meter: Frauen-Staffel sprintet zu Bronze

Strahlende Gesichter bei Tatjana Pinto, Lisa Mayer, Gina Lückenkemper und Rebekka Haase. Das Quartett gewinnt Bronze über 4x100 Meter. Gold geht an die Niederlande, Silber nach Großbritannien.

Haase: "Wir freuen uns alle riesig"

"Medaille ist Medaille. Wir freuen uns alle riesig", sagte Schlussläuferin Haase im ZDF. Für die 19-jährige Lückenkemper war es bereits die zweite Bronzemedaille bei den Europameisterschaften in Amsterdam: Sie war auch über die 200 m auf Platz drei gelaufen.

Vicaut zu schnell für Jakubczyk

Die deutsche Sprintstaffel der Männer ist und bleibt ein Medaillengarant: Wie schon bei den Europameisterschaften 2010, 2012 und 2014 sprang am Ende des Finals in Amsterdam ein Podestplatz heraus. Startläufer Julian Reus (TV Wattenscheid) lief beim ersten Wechsel etwas zu weit auf Sven Knipphals (VfL Wolfsburg) auf, danach klappte die Stabübergabe besser. Der für den verletzten Robert Hering in die Staffel gerückte Roy Schmidt schickte Schlussläufer Lucas Jakubczyk (SCC Berlin) auf Position zwei auf die Zielgerade, doch der europäische Topsprinter Jimmy Vicaut fing ihn noch ab. So blieb Deutschland nach zuletzt zweimal Silber in 38,47 Sek. hinter Großbritannien (38,17 Sek.) und den Franzosen (38,38 Sek.) Bronzeplatz drei.

Reus: "Das ist ein ordentliches EM-Ende"

"Das ist ein gutes Signal für Rio", blickte Jakubczyk im ZDF-Interview schon in Richtung Olympia. Besonders freute sich Reus über die Medaille. Deutschlands Topsprinter hatte es über 100 m und 200 m nicht wie erhofft ins Finale geschafft. "Das ist ein ordentliches EM-Ende. Ich fahre zufrieden nach Hause und starte mit den Olympia-Vorbereitungen."

Die deutsche 4x100-Meter-Staffel mit Sven Knipphals, Lukas Jakubczyk, Julian Reus und Roy Schmidt (v.l.) © dpa Fotograf: Michael Kappeler

01:25 min | Das Erste

4x100 Meter: Bronze für DLV-Männer-Staffel

Nach den Frauen hat auch die deutsche Männer-Staffel Bronze über 4x100 m gewonnen. Nur Großbritannien und Frankreich waren schneller als Julian Reus, Sven Knipphals, Roy Schmidt und Lucas Jakubczyk.

Dieses Thema im Programm:

Sportschau live, 09.07.2016, 20.15 Uhr

Stand: 10.07.16 18:19 Uhr